Die Mitarbeitenden und Eltern der Kitas in Langenberg sind angesichts des im Landtag befindlichen Gesetzentwurfes für das überarbeitete Kinderbildungsgesetz sprachlos. Diese Sprachlosigkeit symbolisierten die Teilnehmenden bei der Protestaktion am 31.03.26 auf den Kirchplatz vor der Kath. Kita St. Lambertus. Wir möchten auf die Missstände aufmerksam machen, denn der aktuell im Landtag beratende Gesetzentwurf macht die betroffenen Mitarbeitenden und Eltern sprachlos. Die schwarze Fläche und die Plakate symbolisieren, dass uns der Gesetzentwurf große Sorgen bereitet – die Realität in den Kitas wird nicht von der Politik wahrgenommen. Die Zukunft sieht „Schwarz“ aus für unsere Kinder…
Insbesondere fordern die Teilenehmenden:
- Gute Bindung statt wechselnden Personals: Das Land will die Öffnungszeiten in „Kernzeiten“ und „Randzeiten“ aufteilen. Das klingt flexibel, bedeutet aber oft: Die Kinder haben über den Tag verteilt ständig wechselnde Ansprechpersonen. Die Kindertageseinrichtungen glauben: Gerade kleine Kinder brauchen feste, vertraute Gesichter, um sich sicher zu fühlen.
- Zeit für Gespräche: Durch die neuen Zeit-Regeln befürchten die Träger und Mitarbeitenden, dass weniger Zeit für die wichtigen „Tür-und-Angel-Gespräche“ beim Bringen und Abholen bleibt. Der Austausch mit den Eltern ist aber sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder.
- Kitas in der Nähe: Das aktuelle Geld-System reicht nicht aus. Besonders kleine Kitas mit nur ein oder zwei Gruppen haben es sehr schwer, zu überleben. Die Träger der Kitas möchten aber, dass die Kitas als Treffpunkt in den Dörfern und Stadtteilen erhalten bleiben.
- Bildung statt nur Betreuung: Kita ist mehr als nur ein Ort, an dem Kinder „aufgehoben“ sind. Die Träger und Mitarbeitenden möchten Kindern Werte vermitteln, sie fördern und ihnen einen guten Start ins Leben ermöglichen. Der neue Gesetzentwurf achtet zu wenig auf diese pädagogische Qualität.
Steigende Preise und die Kitagebäude:
Alles wird teurer: Energie und Reparaturen. Die Zuschüsse des Landes halten mit diesen Preissteigerungen nicht Schritt. Das führt dazu, dass das Geld für die Instandhaltung der Gebäude und für die Ausstattung nicht mehr reicht. Die Protestteilnehmenden fordern eine Finanzierung, die die wirklichen Kosten abdeckt, damit die Kitas sichere und schöne Orte bleiben.