Debora und Louis lesen dem angehenden Schulkind Liam (Mitte) vor.
Schloß Holte-Stukenbrock/Sende. Für viele Kinder ist der berühmt berüchtigte „Ernst des Lebens“ mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Sie verlassen ihre Kindertageseinrichtung und gehen in die Schule, wo sie oftmals niemanden kennen. Die KiTa St. Heinrich und die Elbrachtschule liegen sich direkt gegenüber und sind nur durch eine Straße und den Dorfplatz voneinander getrennt. In früheren Jahren gab es bereits mal eine Zusammenarbeit, die jedoch bedingt durch die Pandemie eingeschlafen ist. Carina Schönhoff, die seit zwei Jahren die zweigruppige Einrichtung St. Heinrich in Sende leitet, möchte diese Kooperation nun wieder schrittweise aufbauen und weiterentwickeln. So durften die Kindergartenkinder, die im Sommer in die Schule kommen, an drei großen Pausen der Grundschule teilnehmen und dort zusammen mit den Schulkindern frühstücken. Jüngst fand ein Gegenbesuch statt und Kinder aus der dritten Klasse kamen zum Vorlesen vorbei. Die Schulkinder werden nach den Sommerferien auch Paten der „Neuen“ sein und so konnte man sich schon mal kennenlernen. Das war für beide Seiten sehr spannend. „Unsere Kinder waren sehr aufgeregt und haben lange geschaut, welches Buch sie wohl mitnehmen möchten“, erzählt die Lehrerin Corinna Schütter.
„All diese Angebote tragen dazu bei, den Übergang von der KiTa in die Grundschule für die Kinder möglichst angenehm und erfolgreich zu gestalten“, freut sich Carina Schönhoff über die erste gute Zusammenarbeit. Auch für die Zukunft sind regelmäßige Treffen zwischen Schule und KiTa geplant. Dabei soll unter anderem ein Abend für die Eltern der angehenden Schulkinder vorbereitet werden, um sie beim Übergang bestmöglich zu begleiten.