Kinder feiern Gottesdienst zum „Elterntag“ für ihre Mütter und Väter

Viele Jahre war in den Kindertagesstätten üblich, dass die Kinder mit den Erzieherinnen Geschenke bastelten, um den Müttern ihren Dank für die tägliche Fürsorge auszudrücken.

Sende. Es gibt einen Tag des Baumes, einen Tag der Jogginghose, einen Weltkindertag und neben vielen anderen Ehrentagen, auch den Muttertag und den inoffiziellen Vatertag an Christi Himmelfahrt. Viele Jahre war in den Kindertagesstätten üblich, dass die Kinder mit den Erzieherinnen Geschenke bastelten, um den Müttern ihren Dank für die tägliche Fürsorge auszudrücken.

Inzwischen ist es selbstverständlich geworden, dass auch die Mütter mindestens in Teilzeit berufstätig sind und Väter immer mehr Pflichten in Haushalt und Kinderbetreuung übernehmen. In Kindertagesstätten treten Väter fast genauso häufig in der Bring- und Abholzeit auf wie Mütter.

In der KiTa St. Heinrich haben sich die Erziehenden darum die Frage gestellt, ob Mütter und Väter als Dank ihrer Kinder zwingend ein gebasteltes Geschenk in der Hand halten müssen, oder ob es nicht viel wertvoller ist, sich mit dem, was Eltern täglich für ihre Kinder aus Liebe tun, intensiv auseinanderzusetzen und ihnen im Rahmen eines Gottesdienstes zu danken. Dabei nahmen Lieder, das Tagesgebet und der Inhalt des Predigtgespräches Bezug auf die Wertschätzung für die Eltern. Ganz selbstverständlich lässt sich der biblische Zusammenhang über Maria und Josef, die als Eltern über das Verbleiben ihres zwölfjährigen Sohnes von großer Sorge getrieben waren, herleiten. Zwei Eltern, die Jesus ein Haus voll Wärme und Geborgenheit gegeben haben, so wie es die Eltern heute auch tun.

Die Kinder stellten im Predigtgespräch auf großen roten Papierherzen vor, für was sie ihren Eltern gegenüber besonders dankbar sind: Das sind zum Beispiel das Schwimmengehen jeden Samstag mit Vater und Mutter oder die Zeit, die sich der Vater jede Woche nimmt, um mit dem jüngeren Kind Fußball zu spielen, während das Ältere im Fußballverein trainiert. Ein Kind betonte, dass die Mutter so gut backen kann, ein anderes liebt die Vorlesezeit beim abendlichen Zubettgehen. Es müssen nicht immer gekaufte oder gebastelte Geschenke sein, mit denen wir unseren Dank ausdrücken. Sind es nicht, wie bei unseren Kitakindern, gerade die gemeinsam verbrachten Zeiten mit unseren Eltern, an die wir uns auch heute als Erwachsene erinnern?

Beim Elterngottesdienst dankten die KiTa-Kinder ihren Vätern und Müttern für das, was sie alles für sie tun.

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